Haltung

Guppys zu halten ist gar nicht so einfach wie man denkt. Er wird zwar oft als Anfängerfisch in der Aquaristik genannt, aber das ist er wirklich nicht. Ich möchte Ihnen kurz Erläutern wie man den Guppy am besten hält.

Aquariengröße und Standort:
Das passende Aquarium für Guppys sollte mindestens eine Größe von 60x30x30 cm haben. Je größer umso besser ist es, denn die Wasserwerte verändern sich nicht so schnell wie in einem kleinen Becken.
Als Standort sollte nicht gerade die Nähe eines Fensters ausgewählt werden, da sich die Sonnenstrahlen meist positiv auf das Algenwachstum auswirkt, was wir natürlich verhindern wollen.

 

Pflanzenwahl und Dekoration:
Unsere Pfleglinge stellen eigentlich keine großen Ansprüche an Pflanzen oder Dekoration. Es steht aber nichts im Wege alle Aquarienpflanzen für ein Guppybecken zu verwenden.

Es gibt einige Pflanzenarten die sich besonders gut eignen für das Guppybecken.
Ich selbst habe z.B. gute Erfahrungen mit feinfiedrigen Pflanzen und einigen Schwimmpflanzen gemacht.
Gerade Jungfische haben in den feinfiedrigen Pflanzen sehr gute Versteckmöglichkeiten.
Javamoos, Wasserpest und Mooskugeln sollten nicht fehlen, denn gerade diese Pflanzen verbessern enorm die Wasserqualität.

 

Wasserqualität und Pflege:
Oft liest man dass Guppys härteres und leicht alkalisches Wasser bevorzugten, eigentlich ist dies richtig. Wenn aber ein Stamm über mehrere Generationen in weichem Wasser aufgezogen wird, dann sieht man, dass es auch anders geht.
Problematischer erscheint es mir, Guppys in saurem Wasser zu halten. Trotzdem, ideal ist mittelhartes Wasser mit einem pH-Wert etwas über 7 und eine Temperatur von ca. 23-24 Grad. Hält man Guppys zukalt, dann ist der Stoffwechsel geringer was bedeutet, dass Jungtiere nicht so gut wachsen.
Hält man Sie aber bei zu hoher Temperatur ist der Stoffwechsel auch höher, was ein schnelles Wachstum hervorruft, aber sich auch auf das Alter der Tiere auswirkt.
Ich selbst halte meine Tiere bei 23 Grad und bin bisher sehr gut damit gefahren.
Gerade Hochzuchtguppys reagieren etwas empfindlicher, wenn im Becken der Nitratwert zu hoch ist. Andere Fische drehen noch gemütlich ihre Runden, aber Guppys können bereits deutliche Symptome von Unwohlsein zeigen, vor allem Flossenklemmen und Schaukeln. Auch hat es sich bewährt, beim zusammensetzen verschiedener Guppystämme dem Wasser etwas Speisesalz beizugeben. Man nimmt in der Regel 1 Teelöfel jodfreies Speisesalz auf 10 Liter Aquarienwasser.

 

Fütterung:
Auch wenn der Guppy so ziemlich alles frisst, sollte nicht am Futter gespart werden. 
Man sollte beachten: Jedes Futter verliert durch Überlagerung an Nährwert, daher ist es sinnvoller lieber öfter kleinere Gebinde zu kaufen als seltener größere, auch wenn dies auf den ersten Blick billiger ist.

Wer nicht die Möglichkeit hat Lebendfutter zu füttern oder es nicht will, der sollte auf Frostfutter ausweichen.
Mückenlarven, Cyclops, Wasserflöhe oder Artemia sind hier sehr gut geeignet. Frostfutter sollte aufgetaut verfüttert werden, da viele Krankheiten von gefrorenem Futter verursacht werden.
Weniger Nahrhaft sind getrocknete Futtertiere und Flockenfutter. Welches Futter Sie verwenden, ist letztlich Geschmackssache, sofern Sie häufig wechseln.
Ich selbst füttere Mückenlarven, gefrorene und frisch geschlüpfte Artemia, Wasserflöhe, sowie Granulat und Markenflockenfutter.
Jungfische erhalten in den ersten Wochen frisch geschlüpfte Artemia und frisch aufgetaute Cyclops.